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"Ich bin gedanklich oft ganz woanders und im Alltag wie getrieben."

Aktualisiert: 29. Mai

Stephanie erzählt, wie ihr der Kurs Klangpause und das Singen dabei geholfen haben, im Alltag Ruhepausen zu gestalten, bewusste Momente mit ihren Kindern zu erleben und gemeinsam aufzutanken.



Was hat dich motiviert, am Kurs teilzunehmen?


Stephanie: Ich fühle mich im Alltag mit meinen Kindern oft sehr getrieben. Ich denke immer wieder an Dinge im Haushalt, die ich noch zu erledigen habe. Wenn ich mich mal bewusst zu meinen Kindern setze, um etwa mit ihnen zu spielen, ertappe ich mich manchmal dabei, wie ich direkt wieder aufstehe, ohne darüber nachzudenken und wieder irgendetwas putze oder erledige. Als wäre ich ein ferngesteuerter Automat. Oder ich bin gedanklich ganz woanders. Ich grüble und kann nicht bei der Sache sein mit ihnen.


Das tut mir total Leid. Eigentlich wünsche ich mir, dass ich zumindest eine kurze Zeit am Tag wirklich präsent für die Kinder sein kann. Das bin ich aber eigentlich vor allem dann, wenn es Konflikte mit meinen Kindern gibt und sie Wutausbrüche haben. Das kommt zeitweise sehr häufig vor und belastet mich zusätzlich.

 

Was hast du schon unternommen?


Stephanie: Ich habe mir psychologische Beratung gesucht. Die Gespräche tun mir sehr gut.


Aber ein praktisches Mittel, das schnell und einfach im Alltag hilft, hat mir noch gefehlt.

Als ich von deinem Angebot hörte, wusste ich sofort, dass es das Singen ist, was mir helfen könnte.

 

Was hast du aus dem Kurs mitgenommen?


Stephanie: Wir haben ja immer wieder Bilderbücher selbst vertont mit Geräuschen und einfachen Melodien, die wir uns ausgedacht haben. Das mache ich mit meinen Kindern jetzt viel im Alltag. Kürzlich habe ich ein neues Buch mit Reimen für sie ausgeliehen und da ist es mir wieder eingefallen.


Die Kinder waren so bei der Sache, als ich das Buch vorgesungen habe, ganz anders, als wenn ich es nur lese.


Und auch ich selbst konnte mich ganz in den Moment fallen lassen. Es waren nur 10 Minuten vielleicht, die wir so verbraucht haben. Aber dadurch konnte ich ganz zufrieden in meinem Alltag weitermachen. 


Es war ein so schöner Moment und ich hatte den Eindruck, wir konnten uns alle richtig daran auftanken. Diese Situation ist mir lange im Gedächtnis geblieben.

 

 

Wie hilft dir das Singen, dich im Alltag mehr zu entspannen?


Stephanie: Mir ist aus der Psychotherapie schon bewusst, dass ich für mich Methoden brauche, um mich zu erden und selbst mal zu entspannen. Meditationen oder Traumreisen werden Eltern ja immer wieder empfohlen.


Aber im Alltag mit Kindern hilft mir vor allem das Singen. Das kann ich gut integrieren. Ich muss dafür nicht in einen anderen Raum gehen. Es muss nicht still dafür sein. Ich muss mir diese kurzen Entspannungen beim Singen nicht von meiner wenigen Zeit abzwacken, die ich für mich alleine habe. Das motiviert mich.

 


Wie wirkt das auf deine Kinder?


Stephanie: Wenn ich singe, dann habe ja nicht nur ich selbst, sondern auch die Kinder etwas davon. Meine Kinder singen jetzt beide selbst vor sich hin, beispielsweise, wenn sie spielen. Manchmal ergeben sich kleine musikalische Dialoge, wir wechseln uns ab und singen miteinander. Das wirkt immer sehr friedlich und berührt mich sehr.


 

Hattest du Bedenken, bevor du dich zum Kurs angemeldet hast?


Stephanie: Jeder zusätzliche Termin, den ich mir setze, bringt eben in meinen Alltag eine weitere Belastung. Sogar dann, wenn es für mich schön ist und ich das genau weiß. Der Aufwand, den ich habe, um meine Aufgaben abzugeben oder für die Familie vorzukochen zum Beispiel, wenn ich mal abends einen Termin habe – der wiegt beinahe die Entspannung auf, die ich durch den Kurs erfahre.


Es ist, als würde sich der Stress nur auf vorher und nachher verlagern und zu einem Berg aufschieben. Darum habe ich das Gefühl, ich vermeide sogar das, was mir guttut.


Am meisten motiviert es mich, wie schnell meine Kinder größer werden und wie schnell die Zeit vergeht.

Warum hast du dich trotzdem angemeldet?


Stephanie: Aus der Psychotherapie weiß ich, wie wichtig es ist, dass ich auch für mich selbst sorge. Wenn ich mich nicht mehr spüre, wird es immer schwieriger im Alltag auch mal Grenzen zu setzen und mir nicht noch mehr aufzulasten.


Diese kurzen Entspannungsphasen wirken nicht nur kurzfristig, sie sind die ersten Schritte dazu, dass ich meinen Alltag Stück für Stück auch in anderen Bereichen entlaste. Das ist mir klar, aber der erste Schritt ist schwer.


Am meisten motiviert mich zu sehen, wie schnell meine Kinder größer werden, wie schnell die Zeit vergeht. Ich möchte jetzt etwas verändern, nicht erst dann, wenn sie aus dem Haus gehen oder mich nicht mehr brauchen.



 

Ich bin Stefanie Böhm, Diplom-Musikpädagogin, Resonanzlehrerin und Musilienz-Trainerin. Ich helfe Eltern, sich über Klang mit sich selbst und ihren Kindern zu verbinden und im Alltag die Zeit kurz anzuhalten.

Du kannst mit mir im Kurs Klangpause in der Gruppe oder in flexiblen Einzelkursen dein Singen zum Achtsamkeits- und Resilienztool machen. In München oder online.

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