
Musikinstrumente für Kleinkinder und Babys – Welche sind sinnvoll?
Musikspielzeug für Babys wie klingelnde Bälle oder Kreisel mit Leiermelodie sind selten eine Wohltat für die Ohren, weder für kleine noch für große. Hier teile ich mit dir, welche Musikinstrumente für Babys und Kleinkinder eine bessere Investition sind, weil sie nachhaltig Spaß machen und sie nebenbei Kleinkinder musikalisch fördern.
Babys mit Musikspielzeug nicht überreizen
Wer schon einmal abendlich ein verzweifelt schreiendes Baby herumgetragen hat, weiß nur zu gut um das Problem: Je jünger die Kinder, desto schneller überreizt ihr empfindliches Nervensystem.
Rasselnde Gegenstände, am besten mit Geblinke und Melodie, sind für sie zwar häufig ein faszinierender Hingucker. Doch leider tragen sie nicht zur Stressregulation der Kinder bei und erhöhen mit ihrer Reizintensität stark den Stresspegel der Kleinen.
Achte darauf bei der Auswahl von Musikspielzeug
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Wähle haptisch anregende Gegenstände, die dein Kind selbstständig ausprobieren kann, sobald es sie erreichen und aufnehmen kann.
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Dosiere gut, wie lange dein Kind mit Musikspielzeug spielt – auch in deinem eigenen Interesse.
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Plötzliche und laute Geräusche sind für Babyohren ungeeignet.
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Elektronische Spielzeuge mit Melodien sind unnötig, weil häufig die Tonqualität nicht sehr gut ist. Sing lieber selbst oder spiele ein schönes Kinderlied für Babys und Kleinkinder mit gutem Sound ab.
Meine Top 5 nachhaltigen Musikinstrumente
für Kleinkinder und Babys
Statt viel Musikspielzeug für Babys zu kaufen, lohnt es sich, auf gute Musikinstrumente für Kleinkinder zu sparen. Folgende Instrumente haben sich bei uns sehr bewährt und eignen sich ideal als nachhaltige Geschenke zur Geburt oder zum ersten Geburtstag. Auch auf dem Gebrauchtmarkt lässt sich mit etwas Glück der eine oder andere Schatz finden.
1. Der Klangbaum

Den Holz-Klangbaum konnten wir günstig auf dem Flohmarkt kaufen und er ist ein echter Schatz in unserem Spielzeugfundus.
Der Kleine nutzt ihn mit etwas größeren Glasmurmeln schon seit er 12 Monate alt ist unter Aufsicht (!). Unser 6-Jähriger spielt ihn noch immer gerne, vor allem mit dem Kleinen gemeinsam.
Die herabrollenden Murmeln erzeugen in der Murmelbahn auf jedem Holzplättchen einen immer tiefer werdenden Ton – eben von den „hellen“ Tönen hin zu den „dunkleren“. Das ist nicht nur ein schöner Anblick, sondern auch ein erstes Training für das Gehör der Kleinkinder.
Erhältlich bei diversen Anbietern, z.B. hier und auf Kleinanzeigen.
2. Leichte und handliche Rasseln und Shaker
Sie verschlupfen sich unheimlich schnell unter dem Sofa. Trotzdem finde ich sie unverzichtbar. Die kleinen Rasseleier passen unheimlich gut in Kinderhände und unser Kleiner hat sie sich schon mit 7 Monaten erkrabbelt und war unheimlich stolz darauf, damit zu spielen.
Sie eigenen sich auch besonders gut zum ersten rhythmischen Begleiten von Kinderliedern.
In verschiedene Materialien erhältlich: aus Holz meist sehr leise, aus Plastik etwas lauter. Kann man auch leicht selbst herstellen, z.B. mit Ü-Eiern, die mit Reis gefüllt sind.

Musikinstrumente für Kinder aus Holz oder Plastik?
Ist doch klar, wird der eine oder die andere jetzt denken ... Holz natürlich.
Doch gerade die bunten Plastik-Rasseleier haben einen besonders schönen hellen Klang. Die Trommeln der Firma Trommus (siehe unten) überzeugen gerade wegen ihrer leichten Klangkörper aus Kunststoff ohne scharfkantige Schrauben. So sind sie sogar ganz leicht stabelbar und brauchen wenig Platz.
Eine nachhaltige Alternative aus Naturmaterial sind Rasseln aus interessant geformten Samen, die es in vielen Weltläden gibt – siehe Foto oben. Von schweren afrikanischen Djemben aus Holz rate ich ab. Sie sind einfach zu unhandlich.
3. Stabile Trommeln

Wir lieben die Trommeln der Firma Trommus, denn sie sind leicht und sehr stabil. So verletzten sich Kinder auch an den großen Trommeln nicht, wenn sie mal umfallen.
Sie sind in unterschiedlichen Größen erhältlich und man kann auf den umgekippten hohen Ausführungen sogar sitzend oder liegen spielen und z.B. die Vibration der Trommelschläge bäuchlings wahrnehmen.
Top als nachhaltiges Geschenk zum ersten Geburtstag, das noch viele Jahre genutzt wird.
Erhältlich z.B. hier
Kleinkinder musikalisch fördern – Darauf kommt es an
Musikinstrumente genießen in unserer Kultur ein hohes Ansehen. Sie sind schön, doch für die musikalische Förderung von Kleinkindern haben sie nicht oberste Priorität – auch nicht als Kinderinstrument. Denn die eigene Singstimme ist unser wichtigstes Instrument, das wir kostenfrei und jederzeit zugänglich mit uns herumtragen.
Durch das Singen entwicklen Kinder ein musikalisches Gehör – die Grundlage für jedes spätere selbstbestimmte Musizieren – auch auf Instrumenten oder gar nach Noten. Denn wie beim Spracherwerb gilt: Erst Sprechen, dann Schreiben und Lesen.
Wenn du mehr darüber erfahre möchtest wie Musiklernen für selbstbestimmtes Musizieren gelingt, dann folge mir und abonniere meinen monatlichen Newsletter.
4. Wohlklingende Stabspiele
Glockenspiele sind die bekannteste Ausführung dieser Gruppe von Kinderinstrumenten. Sie klingen sehr hoch, ideal um in Kinderstimmlage damit zu singen. Die tieferen Metallophone in Altlage haben einen wohligen, langklingenden Sound und sind darum sehr angenehm.
Man kann sie wunderbar aufstellen und wie bei einer Murmelbahn Kastanien oder Walnüsse herabrollen lassen. Stabspiele sind nach dem simplen Singen die Grundlage für jede vielseitige musikalische Förderung – zumindest wenn man weiß, was man damit anfangen kann.

5. Leier statt Kindergitarre

Häufig sehe ich in Kinderzimmern kleine Kindergitarren als Spielzeug. Dieses Geld kann man sich getrost sparen. Denn jede Art von Gitarre ist für Kleinkinder nicht nur schlecht zu halten, sondern auch in ihrem musikalischen Aufbau gar nicht zu begreifen.
Das liegt daran, dass die Saiten nicht stufenweise absteigend, bzw. aufsteigend nebeneinander angeordnet sind. Anders ist das bei sogenannten Leiern. Hier können die Kinder Saiteninstrumente kennenlernen und kleine Melodien selbst erfinden.

Ich bin Stefanie
Ich vermittle Eltern, Musik wie eine Muttersprache an ihre Kinder weiterzugeben – und begleite musikbegeisterte Erwachsene dabei, flüssig, sicher und frei zu musizieren, wenn sie diese Chance in der Kindheit nicht hatten. Mehr zu meiner Arbeit …
“Nach schlechten Erfahrungen mit Geigenunterricht in meiner Kindheit, habe ich für mich wieder ein intuitives Gespür für Musik bekommen – das ich so nun weitergeben kann.
Das eröffnet mir und meiner Tochter eine ganz neue Welt, einen neuen Blick auf Musik. Es war für mich ein Unlearning von allem, was ich über Musiklernen dachte.”
Berit, Mutter von Tochter, 2 Jahre


